Seite zu groß?
 Der Gepard hat gemeint, diese Seite sei zu groß, um noch sinnvoll auf einem Endgerät dieser Größe dargestellt zu werden. Und nun?

Zeitungsschnippsel

Wenn ich mal nicht weiß, wohin damit, dann landet es einfach hier: Randinformationen, lose Zeitungsartikel oder Humoriges. Das ist also die Wühlkiste.

Aussagen, ich sei lediglich zu faul zum Aufzuräumen, weise ich entschieden von mir und außerdem kann ich machen was ich will, ich bin nämlich schon groß. So! Und wenn ich mal unter Dein Bett schaue, dann bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob Kritik an meiner Art der Ordnung überhaupt noch eine legitime Grundlage hat.

...es tut doch gar nichts zur Sache, wie ich in Dein Schlafzimmer komme und es gibt auch keinen Grund, vom eigentlichen Thema abzulenken. Der Vergleich muss schon erlaubt sein, denn wenn ich hier Socken sehe, die sicher schon ein halbes Jahr hier liegen, dann erachte ich die Beanstandung anderer Ordnung für vermessen. Doch doch, der Vergleich ist sehr wohl richtig. Wie, Dein Schlafzimmer sei kein öffentlich begehbarer Raum? Also da habe ich anderes...

Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen das war mein Sinn. Und noch ehe der erste Satz zu Ende geschrieben ward fällt auf, dass er glatt weg gelogen war, denn kaum eine Katze geht unnütz auch nur einen Meter. Drängt sich demnach die Frage auf, was der Gepard zu gewohnt später Stunde im nahegelegenen Forst verloren hat? Nun, soviel sei verraten, Hunger und Durst hatte ich sicher keinen mehr.

Bar jeglichen Willens, allein geleitet von der ewig quälenden, sehr speziellen Form des 'Bewegungsdranges' huschte ich durch den Wald, beschnupperte jeden Strauch, stubste jeden Stein an, verfolgte die unsichtbare Fährte. Ich hielt einen Moment inne, atmete ein paar Male tief ein und mit jedem Atemzug wurde das Bild in Gedanken deutlicher, schärfte sich und erlaubte mir nach und nach Blick auf ihren gefleckten Po, die jagderprobten Hinterläufe, den provozierend empor gereckten Schweif, ließ mich in ihre funkelnden Augen sehen. "Alles deins, Katerrrr" hauchte sie mir zu – erwartungsvoll, geradezu herausfordernd und mit lüsternem Blicke.

Widerstand zwecklos. Ich schüttelte meinen Kopf, versuchte zu erwachen, mich zu besinnen. Vermochten die vereinnahmenden Bilder uneingeschränkter Freizügigkeit auf diese Weise von meinem geistigen Auge weichen und die Sicht auf meine Umgebung wieder freigeben, verblieben jedoch die obsessiven Gelüste in all ihrer Intensität bestehen, trugen mich weiter, denn wenn sie schon derart gut riecht... Mit geschlossenen Augen und leicht geöffneten Maule ging ich weiter, folgte einfach dem Duft des Triebes, während ich mit jedem weiteren Schritte zu einem Musterbeispiel für Pawlow's Konditionierungsbeobachtungen wurde, mit tropfenden Zähnen, unbewussten Schleck- und Schmatzgeräuschen den Weg beschritt. Da war sie wieder, streckte mir Körperende entgegen, fauchte mich ungeduldig an und rief mich zu sich, nannte mich beim Namen – beinahe real. Ich lief schneller noch, betrat einen dunklen Gang. Der Geruch – intensiver denn je. Hier musste sie sein.

Ein markerschütterndes Grollen drang durch die Höhle, riss mich aus den Gedanken. Ich muss wohl noch ein paar Sekunden regungslos in der Höhle gestanden haben, bevor ich zu mir kam und das riesige Ding vor mir erblickt habe – offenbar die Ursache für den Lärm hier. Mein Blick tastete sich verwirrt an dem schuppigen Tier entlang, scheinbar endlos erstreckte sich der Körper dieses Dinges nach oben. In dem Moment mussten wir wohl beide einen ähnlich verwirrten Ausdruck im Gesicht gehabt haben – ich, ob des Anblickes dieses riesigen, grünen Viehs, was so gar nicht dem gleichkam, was ich mir in dieser Sekunde ersehnt hatte und er, ob des Anblickes eines noch vor Erregung zitternden Gepardens mit sabbrigen Lefzen und hechelnder Atmung.

Mit zunehmender Besinnung erwuchs das Unbehagen und ich begann mich allmählich zu fragen, wo ich hier schon wieder hineingeraten bin, blickte dabei unentwegt auf den großen Grünen vor mir.

Ernüchternd

Ich lächelte ihm verlegen zu und ging ein paar Schritte zurück, schlug ihm vor, dass ich ihn jetzt wieder allein lassen würde und wir die ganze Sache vergessen könnten. Das sah er ein wenig anders, verpasste mir die perfekte Schelle und noch ehe ich ihm erklären konnte, dass man Probleme auch erörtern und ausdiskutieren könne, gab es gleich die zweite. Der Hinweis auf die Tatsache, dass er fünf mal stärker als ich war und man das im Volksmund als unfair beschreiben würde, verführte ihn gleich ein weiteres Mal. Welch Ironie, wenn man bedenkt, dass ausgerechnet der arterhaltende Trieb der Gelüste Wegbereiter meines Todes sein sollte und ich mich kurz darauf in den Fängen des Ramius wiederfand. Dieser hatte sage und schreibe fünf Minuten mit Lachen zugebracht, da er von hier unten den Tathergang der Begebenheit mit dem rolligen Kater und dem Drachen beobachtet hat und sichtlich amüsiert seine athrophie-geschwächten Lachmuskeln anstrengte. Nach kurzem Smalltalk gab er zu verstehen, dass er lange nicht so gelacht hat und wollte mich in Dankbarkeit zurück in meine Welt schicken. Nur mäßig geschmeichelt ob all des Spottes fand ich die Idee aber nicht verkehrt, denn die Sache mit dem Drachen war von nun an persönlich.

Übermütig

Schneller Pfote lief ich in den Silberwald, rief meinen getreuen Gefährten an meine Seite und berichtete ihm auf dem Weg zum Drachen von den Geschehnissen. Mit kampfeslustiger Miene bestärkten wir uns in unserem Vorhaben und stürmten den Drachenhort. Ich erklärte dem Drachen in einer kurzen, äußerst anschaulichen Zusammenfassung, was ich mit ihm jetzt alles anstellen würde, denn zum einen ist all das nun eine persönliche Angelegenheit und zum anderen sind wir in den 90-ern – da kann man niemanden mehr verprügeln, ohne wenigstens einen lässigen Spruch auf den Lippen zu haben. Das sah er ein wenig anders, verpasste mir die perfekte Schelle und noch ehe mein Gefährte, der Eiswolf, seinen tödlichen Griff an der Kehle seines Opfers hätte anbringen können, gab es gleich die zweite. Der Hinweis auf die Tatsache, dass er fünf mal stärker als ich war und man das im Volksmund als unfair beschreiben würde, verführte ihn gleich ein weiteres Mal. Ramius. Deja vú.

Sauer

Schneller Pfote lief ich in den Silberwald, rief meinen getreuen Gefährten an meine Seite. Mit kampfeslustiger Miene bestärkten wir uns in unserem Vorhaben, besuchten aber auf dem Weg zur Riesenechse einen alten Trollfreund, der uns großzügiger Weise mit mancherlei Hilfsmittel für den Kampf aushalf und stürmten gut gerüstet den Drachenhort. Ich erklärte dem Drachen in einer kurzen, äußerst anschaulichen Zusammenfassung, was ich mit ihm jetzt anstellen würde, denn von jetzt an sei es bitterer Ernst. Das sah er ein wenig anders, verpasste mir die perfekte Schelle und noch ehe mein Gefährte, der Eiswolf, seinen tödlichen Griff an der Kehle seines Opfers hätte anbringen können, gab es gleich die zweite. Der Hinweis auf die Tatsache, dass er fünf mal stärker als ich war... ganz genau. Na klar, Ramius. Deja vú.

Verzweifelt

Schneller Pfote lief ich in den Silberwald, rief meinen getreuen Gefährten an meine Seite. Mit kampfeslustiger Miene bestärkten wir uns in unserem Vorhaben, kehrten aber zuvor bei Cedrik ein, um uns dort ein paar seiner 'Mut-Elixiere' zu genehmigen. Kaum mehr im Besitz meines Geistes und unter Einfluss des Mut-Zaubers zerrte ich die Bar-Angestellte in eine dunkle Ecke, zeigte ihr in mehrfach wiederholter Weise, was einen echten Kater ausmacht und versprach ihr sogar die Heirat, wenn... ja wenn sie mir beistünde. So stürmten wir zu dritt den Drachenhort. Ich erklärte dem Drachen in einer kurzen, äußerst anschaulichen Zusammenfassung, was ich mit ihm jetzt anstellen würde, denn von jetzt an ist die Sache sehr unschön. Das sah er ein wenig anders, verpasste mir die perfekte Schelle, während er in schallendes Gelächter ausbrach, ob meines zugegeben recht bescheidenen Weibchengeschmackes, als Ergebnis meiner Betrunkenheit und blanker Verzweiflung. Noch ehe mein Gefährte, der Eiswolf, seinen tödlichen Griff... ganz genau. Wieder Ramius - amüsiert. Deja vú.

Überrascht

Schneller Pfote lief ich in den Silberwald, rief meinen getreuen Gefährten an meine Seite. Mit kampfeslustiger Miene bestärkten wir uns in unserem Vorhaben, kehrten aber zuvor bei Cedrik ein, um uns dort ein paar seiner 'Mut-Elixiere' zu genehmigen. Kaum die Taverne verlassen, stand uns der Drachen gegenüber. Dieser erklärte uns in einer kurzen, äußerst anschaulichen Zusammenfassung, was er mit uns jetzt anstellen würde, denn im Moment stünde er unter Termindruck und könne nicht warten, bis wir selbst den Weg in die Höhle fänden. Das sahen wir ein wenig anders, er aber nicht und so verpasste er mir die perfekte Schelle und noch ehe mein Gefährte, der Eiswolf, seinen tödlichen Griff... ganz genau. Einmal mehr Ramius. Deja vú.

Resignierend

Entmutigter Pfote lief ich in den Silberwald, rief meinen getreuen Gefährten an meine Seite und setzte mich zu ihm, gab ihm ein paar sanfte Streicheleinheiten, sprach mit ihm über die Dinge der letzten Stunden und verabschiedete mich von ihm. Kein Wolf bei mir, Zauber-Trank von Cedrik, allein des Parden Krallen und des Jägers ungetrübte Sinne sollten Waffen genug sein. Konzentriert und besonnen auf die eigene Kraft stürmte ich den Drachenhort. Ich erklärte dem Drachen in einer kurzen, äußerst anschaulichen Zusammenfassung, was ich mit ihm jetzt alles anstellen würde, denn schließlich bin ich hier der Jäger – ein Gepard. Das inoffizielle Synonym für Kampfgeschick und Geschwindigkeit. Das sah er ein wenig anders, verpasste mir die perfekte Schelle. Aber noch ehe er zum Nachschlag ansetzen konnte, verzierte ich seinen schuppigen Brustpanzer mit dekorativen Linien, Schnörkeln und Kreisen in der Farbe seines eigenen Blutes. Wartete einen Moment seiner Unachtsamkeit ab und verbiss mich in seiner Kehle. "Ramius wartet".

Und was lernen wir aus alle dem? Nun, die einzige und wichtigste Erkenntnis dürfte sein, dass grüne Drachen wie hitzige, liebesbedürftige Gepardenweibchen duften.

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