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 Der Gepard hat gemeint, diese Seite sei zu groß, um noch sinnvoll auf einem Endgerät dieser Größe dargestellt zu werden. Und nun?

Zeitungsschnippsel

Wenn ich mal nicht weiß, wohin damit, dann landet es einfach hier: Randinformationen, lose Zeitungsartikel oder Humoriges. Das ist also die Wühlkiste.

Aussagen, ich sei lediglich zu faul zum Aufzuräumen, weise ich entschieden von mir und außerdem kann ich machen was ich will, ich bin nämlich schon groß. So! Und wenn ich mal unter Dein Bett schaue, dann bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob Kritik an meiner Art der Ordnung überhaupt noch eine legitime Grundlage hat.

...es tut doch gar nichts zur Sache, wie ich in Dein Schlafzimmer komme und es gibt auch keinen Grund, vom eigentlichen Thema abzulenken. Der Vergleich muss schon erlaubt sein, denn wenn ich hier Socken sehe, die sicher schon ein halbes Jahr hier liegen, dann erachte ich die Beanstandung anderer Ordnung für vermessen. Doch doch, der Vergleich ist sehr wohl richtig. Wie, Dein Schlafzimmer sei kein öffentlich begehbarer Raum? Also da habe ich anderes...

Lieber hochschwanger als niederträchtig.

Es gibt nur Vermutungen über die Gründe der Aggressivität der Paarungstiere. Bei den Weibchen kann ein zu fester Nackenbiss Schmerz verursachen und zu Aggressionen führen. Möglich sind ausgelöste Schmerzen durch die Widerhaken des männlichen Penis'. Oftmals kann der Grund auch in der Ungeduld der Weibchen liegen, die während der Paarung in einer submissiven Haltung verharren und in ihren Augen zu lange andauert.

Apropos Vermutungen, man nimmt an, der angesetzte Nackenbiss dient der Beruhigung des Weibchens und provoziert eine instinktmäßige Bewegungsunfähigkeit. Man glaubt, dass der Biss in den Nacken selbst bei ausgewachsenen Tieren den starreähnlichen Zustand herbeiführt, wie er bei Jungtieren auftritt, die von ihrer Mutter in den ersten Wochen im Maul transportiert werden. Das brächte in jedem Falle Vorteile während der Kopulation mit sich, bedenkt man die Form des Penis der Männchen und den daraus resultieren Schmerzen für die weiblichen Tiere bei der Paarung.

Aggressives Verhalten bei der Paarung
Aggressives Verhalten bei der Paarung - © 2007-02-17 16:29:36 Charlie Kindel
 

Alles in Allem scheinen die Aggressionen instinktiv zu sein. Aggressive Verhaltensmuster, wie Nackenbisse, Prankenhiebe und Drohgebährden, der plötzliche Angriff des Weibchens gegen Ende des Paarungsaktes könnten auch ein Indikator für einen Orgasmus sein.

Zurück zu den Widerhaken am Penis! Diese sind nicht etwa eine lustvolle Willkürlichkeit der Natur, vielmehr sollen sie die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung erhöhen. Katzen (entgegen menschlicher Weibchen) haben nur in seltenen Fällen einen spontanen Eisprung und müssen erst zur Ovulation "überredet" werden. Das hat höchstwahrscheinlich den Hintergrund, dass Katzen ausgesprochene Einzelgänger sind und riesige Territorien für sich beanspruchen. Ist nun eine Katze heiß auf Katers Eigenheiten, heißt das aber auch, dass man sich erst einmal finden muss. Ist das in offenem Geläuf noch halbwegs überschaubar, wird das Unterfangen in dichtem Walde zum Suchspiel und kann über größere Distanzen länger dauern als Katze fruchtbar wäre.

Aggressives Verhalten bei der Paarung Aggressives Verhalten bei der Paarung
Penis eines Tigers Penis eines Tigers

Wird die Ovulation erst zum tatsächlichen Zeitpunkt der "Begegnung" induziert, ist Katze über ein längeres Paarungs-Zeitfenster trächtig zu bekommen. Unterstützt wird diese Annahme durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Geschlechtsorgane verschiedener Katzenarten. Haben Tigermännchen noch deutlich ausgeprägte Widerhaken, findet man bei Löwen nur wenige. Daraus könnte man Lesen, dass Löwenweibchen weniger Reize zur Ovulation benötigen, nicht zuletzt da sie ja ohnehin in Rudeln leben und immer nahe des Mähnentieres aufhalten, somit eine Verzögerung gar nicht wirklich notwendig wäre.

Großkatzen paaren sich Tag und Nacht in sehr kurzen Kopulationsintervallen von 5 - 20 Minuten in der gesamten Hochbrunst des Weibchens. In dieser Zeit haben beide nur Sex im Kopf - ans Fressen wird dann nicht gedacht! Der einzelne Paarungsakt beläuft sich dabei auf 15 - 30 Sekunden. So kann es bei den meisten Raubkatzen zu 30 - 50 Paarungen am Tag kommen.

Was hier wie ein Leben wie im Traume anhört ist tatsächlich überaus erschöpfend für beide. Durch die verminderte Nahrungsaufnahme und den Anstrengungen beim Kopulieren verlieren Katerkatzen sichtbar an Gewicht. Im Löwenfalle kann der Grad der Beanspruchung noch ein wenig ansteigen, da Löwinnen im Rudel oftmals zeitnah rollig werden und den Mähnenlöwen vor Herausforderungen stellen. Spätestens hier bekommen auch koalierende Männchen ihre Chance auf eine Naschkatze, die Tage vorher noch in ihre Schranken verwiesen wurden, denn irgendwann hat auch der potenteste Pascha genug von seinen Weibern. Letztlich bleibt es ja in der Familie.

Möglicherweise macht es nicht viel Sinn, alle Gesten und Charakteristika einer Katzenpaarung getrennt zu betrachten und nach dem jeweiligen Grund zu suchen, da vielleicht erst das Zusammenspiel aller ritualisierten Handlungen den Eisprung provoziert und eine Befruchtung überhaupt erst möglich macht.

Immerhin glaubt man schon alle Eigenheiten des Vorganges ergründet zu haben und doch hat man große Schwierigkeiten mit Nachzuchten und künstlichen Befruchtungen. Sicher ist, dass allein der mechanische Reiz beim Kopulieren nicht ausreicht um eine Katze fruchtbar zu bekommen. Ebenso wenig zeigten Versuche mit sterilisierten Löwenmännchen Erfolg, die durch realen Sexualkontakt den Eisprung der Katze auslösen sollten, um eine spätere, künstliche Befruchtung vorzunehmen.

Bevor ihr aber beim nächsten Mal auf eurer Frau herumprügelt und es mit einer erhöhten Eisprungwahrscheinlichkeit begründet, versucht es vielleicht erst einmal mit sachtem Beißen, Tatzen und Kratzen - die Reihenfolge dessen ist individuell.

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