Seite zu groß?
 Der Gepard hat gemeint, diese Seite sei zu groß, um noch sinnvoll auf einem Endgerät dieser Größe dargestellt zu werden. Und nun?

Zeitungsschnippsel

Wenn ich mal nicht weiß, wohin damit, dann landet es einfach hier: Randinformationen, lose Zeitungsartikel oder Humoriges. Das ist also die Wühlkiste.

Aussagen, ich sei lediglich zu faul zum Aufzuräumen, weise ich entschieden von mir und außerdem kann ich machen was ich will, ich bin nämlich schon groß. So! Und wenn ich mal unter Dein Bett schaue, dann bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob Kritik an meiner Art der Ordnung überhaupt noch eine legitime Grundlage hat.

...es tut doch gar nichts zur Sache, wie ich in Dein Schlafzimmer komme und es gibt auch keinen Grund, vom eigentlichen Thema abzulenken. Der Vergleich muss schon erlaubt sein, denn wenn ich hier Socken sehe, die sicher schon ein halbes Jahr hier liegen, dann erachte ich die Beanstandung anderer Ordnung für vermessen. Doch doch, der Vergleich ist sehr wohl richtig. Wie, Dein Schlafzimmer sei kein öffentlich begehbarer Raum? Also da habe ich anderes...

Bevor ihr nun aber allzu hastig auf den "Taxonomie"-Link klickt, muss ich hier noch ein paar erklärende Worte zur Einordnung in das zoologische System verlieren, denn so gern unsere Wissenschaftler der Einfachheit halber "alles und jeden" ganz bestimmten und zugleich verallgemeinernden Systematiken unterwerfen möchten, so schwierig gestaltet sich dies Unterfangen immer auch bei dem Versuch, Tiere nach allgemeingültigen Regeln den Familien, Gattungen und Arten unterzuordnen. Problem hierbei ist nämlich, dass sich eine solche Einordnung nach bestimmten Kriterien richtet, die je nach Zoologe mal mehr mal weniger stark vom bisher Bestehenden abweichen können und das mit großer Wahrscheinlichkeit auch tun, weil die Zuordnungskriterien in gewissem Maß willkürlich festgelegt werden, wobei man sich bei der Auswahl derer etwas gedacht hat und man den Biologen, Tierfilmern, etc. nicht zwangsläufig Willkür oder gar Unsachlichkeit bei ihren Arbeiten vorwerfen kann. Vielmehr muss man bei Veröffentlichungen solcher taxonomischen Daten darauf achten, die Einordnungskriterien derer aufzuzeigen, die die Auflistung erstellten, sodass diese Aufstellungen nicht mehr als absolut dastehen und durch den Leser entsprechend relativiert werden können.

Abweichungen entstehen vor allem durch die uns bietenden technischen Möglichkeiten, Tiere auch auf genetischer Ebene systematisch einzuordnen. Hierdurch lassen sich Verwandschaftsgrade aufzeigen, die durch das bloße Einordnen nach morphologischen Gesichtspunkten eben nicht offensichtlich sind und somit auch nicht erfasst werden konnten. Es ist daher umso mehr von Bedeutung zu wissen, auf welchen Grundlagen die Einordnung basiert. Womit wir auch gleich zu dem Problem kommen, welches ich mit meiner Aufstellung habe, denn wie erwähnt, beziehe ich mich zum Teil auf das Buch: Systematische Zoologie von Storch/Welsch (1997), zum Teil auf W.C. Wozencraft zum Thema der Klassifizierung von nicht domestizierten Katzen (1993). Jedoch nahmen die Autoren keine Stellung zu ihrer Vorgehensweise der Einordnung. Nun habe ich mich dennoch für deren zoologische Aufstellung entschieden, weil der Aktualitätsgrad ein gewisses Maß an Richtigkeit der Informationen suggerierte, wenngleich ich dadurch die Aufstellung so hinnehmen muss. Vergleiche zu anderen Autoren aber zeigten auffallende Ähnlichkeiten zur Taxonomie des Vratislav Mazak aus "Der Tiger". Es ist daher anzunehmen, dass sich Storch und Welsch ebenfalls auf morphologische Merkmale beschränkten. Es ist auch anzunehmen, dass sie ähnliche Kriterien zur Festlegung der Katzen-Unterfamilien verwendet haben, wie es Mazak tat, sodass ich hier eine kurze Zusammenfassung aus "Der Tiger" herausgeben möchte, nach der die Unterfamilien der Katzen bestimmt wurden. Diese stimmen mit Sicherheit nicht 100%-ig mit denen von Storch und Welsch überein, aber man kann sie als grobe Orientierung verwenden, denn die Ähnlichkeit beider Aufstellungen lässt diesen Schluss zu.

Hier übergebe ich nun Mazak das Wort:

Unterfamilie - Felinae:
kleine, mittelgroße bis große Katzenformen
völlig zurückziehbare Krallen
gut entwickelte Hornscheiden
Zungenbeinapparat vollkommen verknöchert
am Ende der Ohrmuschel bisweilen Haarpinsel

Unterfamilie - Acinonychinae:
große Katzen nicht einziehbare Krallen
keine Krallenscheiden
Zungenbeinapparat vollkommen verknöchert
langgliedrige Formen

Unterfamilie - Pantherinae:
große Katzen völlig zurückziehbare Krallen
gänzlich entwickelte Hornscheiden
Zungenbeinapparat nicht vollständig verknöchert
Kehlkopfbeweglichkeit durch elastisches Band

Durch die Kehlkopfbeweglichkeit der Großkatzen ist es ihnen möglich, Laute von sich zu geben, die wir gemein hin als "Brüllen" charakterisieren. Somit haben all jene recht, die behaupten, dass alles "Großkatze" ist, sobald es brüllen kann, wenngleich sie oftmals nicht um die anatomischen Hintergründe bescheid wissen. So gesehen ist der Aufbau des Zungenbeins der Katzen schon ein entscheidendes Merkmal zur Bestimmung ihrer Unterfamilie. Damit man aber gar nicht erst annehmen muss, dass man es sich derart leicht gemacht hat, muss als Beispiel der Schneeleopard erwähnt werden, der nach Aussagen verschiedener Biologen ebenfalls einen Großkatzentypischen Zungenbeinapparat besitzt, der ihn eben zur Großkatze machen würde und dennoch hat man im Laufe der Jahre davon Abstand genommen, ihn in die Gattung der Panthera einzuordnen, sondern gab ihm seine eigene Gattung "Uncia". Die genauen Gründe hierfür kenne ich nicht, nehme aber an, dass man der weiteren Einordnung auch das Verhalten der Katzen zu Grunde gelegt hat, denn oftmals werden in Bezug auf taxonomische Auflistungen die Fressstellungen der Tiere erwähnt, die Art und Weise zu Schlafen usw., denn während Großkatzen allgemein, die Vorderpfoten nach vorn gestreckt, im Liegen fressen, tun es die Kleineren im Stehen.

Nachtrag zu den nicht einziehbaren Krallen der Unterfmailie der Acinonychinae: Mal abgesehen von der Wortverbindung "einziehbare Krallen" (hier hatte ich im Namen von Wally Hagen und Fritz Pölking "Der Leopard" schon an anderer Stelle Begriffsklärung betrieben) missfällt mir die Behauptung (er zitiert seiner seinerseits Pocock - 1917), der Gepard könne seine Krallen nicht einziehen, denn es wurde schon von mehreren Autoren beschrieben (ebenso Matto Barfuss "Leben mit Geparden"), dass sie ihre Krallen zumindestens bewegen können und im Falle des Matto Barfuss sogar versuchten, sie nach Möglichkeit eben nicht herausgestreckt zu belassen, da sie ihn nicht verletzen wollten. Es sollte also gesagt werden, dass der Geparden Krallenscheiden derart weit zurückgebildet sind, sodass ihre Krallen niemals völlig eingezogen erscheinen können, wenngleich sie durchaus fähig wären, deren Heraustreten zu beeinflussen. Aber ganz gleich, wie dem nun ist, so möchte ich an dieser Stelle allen Interessierten den "Mazak" ans Herz legen, denn in diesem Buch versuchte der Autor alle bisher dargelegten Informationen zum Tiger unterzubringen, sodass man mit diesem Buch ein recht umfassendes Werk mit grundlegenden Informationen zur größten aller Katzen erwirbt. Zudem zieht der Autor oftmals andere Katzenarten zum Vergleich heran, sodass es indirekt auch einiges zu anderen Vertretern der Felidae zu erfahren gibt. In jedem Falle also ein lohnenswerter Kauf! (siehe auch: Katzenbücher)

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