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Zeitungsschnippsel

Wenn ich mal nicht weiß, wohin damit, dann landet es einfach hier: Randinformationen, lose Zeitungsartikel oder Humoriges. Das ist also die Wühlkiste.

Aussagen, ich sei lediglich zu faul zum Aufzuräumen, weise ich entschieden von mir und außerdem kann ich machen was ich will, ich bin nämlich schon groß. So! Und wenn ich mal unter Dein Bett schaue, dann bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob Kritik an meiner Art der Ordnung überhaupt noch eine legitime Grundlage hat.

...es tut doch gar nichts zur Sache, wie ich in Dein Schlafzimmer komme und es gibt auch keinen Grund, vom eigentlichen Thema abzulenken. Der Vergleich muss schon erlaubt sein, denn wenn ich hier Socken sehe, die sicher schon ein halbes Jahr hier liegen, dann erachte ich die Beanstandung anderer Ordnung für vermessen. Doch doch, der Vergleich ist sehr wohl richtig. Wie, Dein Schlafzimmer sei kein öffentlich begehbarer Raum? Also da habe ich anderes...

Um den Gen-Pool aufzufrischen.

Es ist ein harter Schlag für ein Löwenrudel, wenn seine Dschungel-Hoheit im Reproduktionsprozess vom Menschen abhängig ist. Aber in einigen Teilen Süd-Afrikas haben Löwen viel ihres Lebensraumes verloren und ihre Streifgebiete sind ernsthaft eingeengt. Das Ergebnis: Inzucht, welche - so Wissenschaftler - Gendefekte und Unfruchtbarkeit verursacht.

Derzeit experimentieren Wildlife-Experten in einigen kleineren Reservaten mit künstlicher Befruchtung und Vasektomien, um den Genpool der Löwen aufzufrischen. Zwar wurden andere Großkatzen in Zoos erfolgreich künstlich befruchtet, jedoch wurde dies niemals mit Löwen versucht, sei es in Gefangenschaft oder in freier Wildbahn.

Inzucht tritt auch in den Populationen der Elephanten, Nashörner, Büffel und Antilopen auf. Eine Lösung war bisher, einfach einige Individuen in ein anderes Reservat umzusetzen, um der lokalen Population neue Gene beizubringen. Aber diese Methode ist nicht einfach für Löwen.

"Man kann nicht einfach ein Rudel Löwen in ein neues Gebiet setzen, da die dort ansässigen Löwen diese verfolgen und töten würden", sagte Paul Bartels, ein Wildlife-Veterinär und Leiter des Wildlife Biological Resource Center of the Endangered Wildlife Trust, außerhalb von Johannisburg. "Löwen haben eine sehr komplizierte Sozialstruktur."

Bevor Zäune und Highways die Lebensräume der Löwen einschränkten, durchstreiften Löwen riesige Areale und "säten ihre Saat" (es wurde lyrisch) weiträumig. Heute jedoch können ein paar Parks nur einige Rudel beherbergen, die dadurch Inzucht betreiben.

Neues Blut wird benötigt.

Löwen leben in Rudeln, Familiengruppen bestehen aus einer bestimmten Zahl von Weibchen und nur einem ggf. wenigen Männchen. Bevor sie ihren Lebensraum verloren, brachten Junglöwen immer wieder neues Blut in das Rudel, in dem sie die dominanten Männchen herausforderten und regelmäßig alle paar Jahre ersetzten. Nun da Parks nur wenige Rudel beherbergen, verbleiben ältere Männchen unangefochten und paaren sich mit ihrem Nachwuchs.

Der Hluhluwe-Umfolozi Park (HUP) in KwaZulu Natal zum Beispiel hat eine ungewöhnliche Anzahl einer Inzuchtpopulation von 120 Löwen, die allein von nur 3 Löwenmännchen abstammen, welche man in den 60-ern in den Park gesetzt hat.

Genanalysen der HUP-Lions ergaben Sperma-Abnormitäten und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit. Die Tiere wären zudem 20% kleiner als Löwen anderer Parks, sagte Rob Slotow, ein Professor der Universität von Natal in Durban und Leiter des Natal Lion Projects, welcher 1996 gegründet wurde, um die Schutzbemühungen zu synchronisieren.

Slotow bevorzugt es, adulte Löwinnen und bereits bestehende Rudel in Parkregionen einzufügen, wo es keine ansässigen Löwen gibt. Er beobachtet bereits dorthin versetzte Löwen, um die Methode zu verifizieren.

Bartels sagte, man solle Gene verteilen ohne die Löwen umzusetzen.

In einem Projekt begann Bartels vor gut einem Jahr Rudelmännchen zu sterilisieren, welche bereits 20 Nachkommen haben. Der Löwe wurde betäubt und anschließend wurde die Vasektomie durchgeführt. Während der Operation wurden zudem Spermaproben für die Samenbank entnommen, welche später Verwendung zur Befruchtung von Löwen anderer Parks finden sollen. "Darting Safaris" werden genutzt, um diese Arbeit finanziell zu unterstützen, sagte Bartels.

Aber der Umgang mit Löwen kann haarsträubend sein, meinte Bartels. "Ich hatte einmal ein Löwenmännchen, bereits eingeschlafen, welches aufsprang und mich biss." Der Löwe verfolgte Bartels bis zum Tor und sprang nach ihm, die Zähne waren auf den Kopf gerichtet. Bartels blockte diese Attacke mit seinem Arm, welcher fest im Gebiss des Löwen gehalten wurde. Bartels stellte alle Bewegungen ein und täuschte ein totes Beutetier vor, worauf hin der Löwe seinen festen Biss lockerte. Er entkam.

Wenn der Löwe aufwacht, Hoden und Libido intakt, bemerkt der Löwe nicht, dass ihm der "Schlüsselaspekt seiner Männlichkeit" (wörtlich übersetzt... mir fiel nichts adäquates in Form einer gebräuchlicheren, deutschen Redewendung ein) fehlt, sodass er sich weiterhin als Rudelkönig verhält. Wissenschaftler nutzen die sterilisierten Löwen als eine Art "Lockmittel" (teaser), um zu indizieren, welche Löwin in Paarungsbereitschaft ist und befruchtet werden kann.

Der lange Weg zum Erfolg.

Löwen sind ausdauernde Liebhaber, kopulieren alle 12-15 min bis zu 5 Tage lang.

Die Paarungsfrequenz - so Forscher - ist dafür benötigt, um die Ovulation herbeizuführen. Ein Weibchen kann daher nur erfolgreich befruchtet werden, wenn ein "Teaser" das Weibchen zuvor ausreichend stimuliert hat. "Wir entnehmen Sperma von erfolgreichen Männchen, um so 'Das Überleben des Stärkeren' zu emulieren."

Bisher bekamen 6 Löwen aus dem Pilanesberg National Par Vasektomien. Von diesen wurden 2 Löwen erneut fruchtbar - was eine sofortige Überarbeitung der Operationstechnik nach sich zog. Vier Weibchen wurden vergangenes Jahr befruchtet, jedoch resultierten daraus keine Trächtigkeiten. Die neue Vasektomie-Methode wird später noch in diesem Jahr getestet.

David Wildt, Leiter der Reproduktions-Wissenschaft am National Zoological Park des Smithsonian-Instituts in Washington D.C., äußert sich nicht sehr optimistisch über einen sofortigen Erfolg.

"Bartels hat ein interessantes Konzept, jedoch ist dies kein Einfaches", sagte er. "Es beanspruchte unser Labor 15 Jahre der Forschung in Dingen der Reproduktionsbiologie der Geparde, bevor wir eine Verfahrensweise des Befruchtungsprozesses dieser Katzen entwickelt haben."

Er fügte hinzu, dass Die Löwenreproduktion durch künstliches Befruchten weit mehr der Grundlagenforschung bedarf, da man noch sehr wenig um die Löwenovulation weiß.

Nicht jeder befürwortet das Befruchtungsverfahren.

Craig Packer, ein Veteran auf dem Gebiet der Löwen-Forschung am Institut von Minnesota, der mit Slotow arbeitete, sagte, dass der einfachste Weg eine Gen-Diversität herbeizuführen jener ist, Tiere umzusetzen und diese alles Weitere tun zu lassen. "AI (Artificial Insemination) ist unglaublich labor-intensiv, teuer und die Löwen hätten dabei viele Dinge zu bewältigen."

"Und selbst wenn die AI erfolgreich verlaufen sollte, so wäre das gerade ein Wurf und das Überleben der Jungen wäre dennoch nicht garantiert."

"Es besteht kein Zweifel daran, dass "genetisches Management" erforderlich ist, um die Gen-Variablilität erhöhen", sagte Packer. "Jedoch ist es wohl einfacher, adulte Löwinnen und komplette Rudel strategisch umzusiedeln und einzugliedern und alles andere den Tieren selbst zu überlassen."

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