Hier gibt es nun eine willkürliche Sammlung von Antworten auf verschiedenste Fragen rund ums Katzenthema. Die manchmal doch recht kuriosen Fragen kehren wiederholt in unterschiedlichsten Plattformen des Internets auf - Grund genug also, diese näher zu betrachten und wenn möglich zu beantworten.
Wenn wir nicht gerade von der Football-Mannschaft sprechen, dann nicht mehr. „Nicht mehr“ heißt aber, dass es auch auf dem amerikanischen Kontinent Löwen gab, die den afrikanischen, noch heute lebenden recht ähnlich waren. Viel zu sagen gibt jedoch es nicht, da es den Amerikanischen Löwen seit ca. 10.000 jahren nicht mehr gibt und allein Knochenfunde (in Nord- und Süd-Amerika) Informationen geben können. Bekannt ist, dass Amerikanische Löwen größer als ihre heutigen, afrikanischen Verwandten waren. Vermutlich haben diese in den amerikanischen Graslandschaften gelebt. Als mögliche Beutetiere nimmt man Büffel, Pferde, Antilopen und kleinere Tiere an. Darüber hinaus hatten die Löwen sehr große Eckzähne und besaßen "einziehbare" Krallen.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Was bereits beim Sumatra-Tiger funktionierte, klappt auch beim Nebelparder, denn Untersuchungen der DNA dieser Tiere belegen, dass der Nebelparder in die Gattung der Panthera gezählt werden müsste. Bisher ordnete man ihn einer eigenen Gattung (Neofelis) zu, da er Eigenschaften und Verhaltensweisen von Großkatzen und Kleinkatzen aufweist (sofern man eine Einordnung nach Verhaltensweisen- und Erscheinung vornimmt).
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Erst kürzlich war in verschiedenen Zeitschriften nachzulesen, dass der Sumatra-Tiger eigentlich keine Tiger-Unterart ist. Anhand gentechnischer Untersuchungen war festzustellen, dass der Sumatra-Tiger einen Verwandtschaftsgrad zu den Tigern aufweist, der dem von Löwen zu Leoparden gleichkommt. Somit würde der Sumatra-Tiger eine eigene Art repräsentieren, den Panthera sumatrae. Ausgehend von den nur mehr 400 freilebenden Exemplaren dürfte dem Sumatra-Tiger (begreift man ihn als eigene Art) bald der Rekord für die schnellste, je ausgestorbene Großkatze zugeschrieben werden.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]So ist es. Aber würden fünf bis zehn Begegnungen am Tag nicht auch genügen, um die Katze mit Nachwuchsfreuden zu bedenken?
Im Falle der Katzen vermutlich nicht. Katzen sind gemeinhin Einzelgänger und beanspruchen riesige Territorien für sich. Gleichartige Katzen leben oft kilometerweit von einander getrennt, sodass die Nachricht der Paarungswilligkeit selbst bei enthusiastischsten Markierungsarbeiten nicht immer körperwarm an interessierte Kater gelangt. Das stellt den Erfolg einer späteren Paarung in Frage, denn der Zeitraum zwischen einer Ovulation und einer möglichen Befruchtung ist bei Säugetieren nicht so groß als dass man noch tagelang Verstecken im Unterholz spielen könnte.
Und nun? Die Natur wäre nicht die Natur, wenn es hierfür keine Lösung gäbe. Katzen haben einfach keinen spontanen Einsprung. Aha. Wenn das Ei nicht völlig unwillkürlich und zeitgebunden springt, ist man auch nicht an das kleine Zeitfenster gebunden und hat innerhalb der mehrtägigen Rolligkeit noch gute Chancen auf eine Trächtigkeit. Schlau gedacht. Da es ohne Eizelle trotzdem nicht geht, diese sich aber wie gesagt nur in äußerst seltenem Falle freiwillig ihrer Bestimmung stellt, muss ein Reiz her.
Dieser Reiz ist bei Katzen die Paarung selbst. Allerdings provoziert längst nicht jede geschlechtliche Begegnung einen Eisprung, sodass Kater in den folgenden Tagen arg gefordert ist und durch die Paarungsäufigkeit an seine konditionellen Grenzen gebracht wird. Entgegen den Vermutungen, ist der Spaß der Paarung auch für das Weibchen recht überschaubar, denn die Penisspitze des Katers ist mit mehreren hundert Hornpapillen besetzt, die in ihrer nach hinten gerichteten Anordnung wie Widerhaken wirken und den Paarungsreiz für die Katze noch etwas eindringlicher gestalten. So nimmt man an, dass überhaupt erst die Kombination aus den vielen Paarungen, dem Kopulationsschmerz und den ritualisierten Handlungen, wie Nachenbiss und Prankenhiebe zu einem Eisprung führt.
Einmal ist also keinmal.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Kurz gesagt: nein. Dabei ist es fast schon egal, welches Auto man als Vergleich hernähme – selbst ein Fiat Panda (auch wenn das nicht so klingt ;) wäre vermutlich schneller. Vermutlich käme das kleine Vehikel an seine strukturellen Grenzen, aber es wäre schneller. Man schätzt die Höchstgeschwindigkeit des Geparden auf ca. 115 km/h, in selteneren Fällen gibt man enorme 120 km/h an. Doch selbst im Extremfalle kann man immer noch davon ausgehen, dass ein motorgetriebenes Vierradfahrzeug das Rennen macht.
Betrachtet man das Beschleunigungsvermögen des Geparden, dann sieht es schon nicht mehr so gut für den Porsche aus. Zwar gehen auch diese Zahlen weit auseinander, aber verschiedene Angaben lassen die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h auf ca. drei bis vier Sekunden eingrenzen. Hier dürften selbst die 911-er GT3-Flundern ihre liebe Mühe haben, so viel Performance auf den Asphalt zu zaubern. Wenn es nicht gerade ein Turbo ist, geht der Porsche in diesem Vergleich baden.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Durchaus. Da die Ovulation bei Katzen erst durch die Paarung selbst eingeleitet wird und das umtriebige Weib in Zeiten der Rolligkeit nicht zwangsläufig unter dem gleichen Kater liegt, ist es in einem Löwenrudel zum Beispiel recht wahrscheinlich, dass die Jungtiere eines Wurfes unterschiedliche Väter haben. Als hätte das Löwenmännchen nicht schon mit einer Katze alle Pfoten voll zu tun, werden die Löwinnen des Rudels häufig zeitgleich paarungsbereit, sodass selbst der potenteste Pascha irgendwann die weiße Fahne schwingt und seinen Rudelkollegen bereitwillig die eine oder andere Katze überlässt. Im Falle eines Löwenrudels mit mehreren Mähnenlöwen handelt es sich aber oftmals um Brüder, sodass es in der Familie bleibt.
Näheres hierzu findet ihr unter dem Punkt: Ist es wahr, dass sich Löwen bis zu 50 mal am Tag paaren?
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Generalantwort: Weil es nicht schadet und es sich im Laufe der Evolution für das Tier als sinnvoll herausgestellt hat oder zumindest nicht störend genug ist, um das Tier in seinem Fortbestehen zu behindern.
Formulieren wir die Frage also um und fragen, warum es für Katzen praktisch ist, kein Schlüsselbein zu haben? Das Schlüsselbein selbst ist S-förmig gebogener Knochen als Teil des Schultergürtels, der beispielsweise im Falle von Primaten maßgeblich dafür sorgt, die Arme in beinahe alle Richtungen bewegen zu können. Zwar wäre diese Beweglichkeit auch für Katzen toll, aber in Hinblick auf die Bewegungsweise, dem Beuteerwerb von Katzen wäre diese Vorderlaufbeweglichkeit nicht wirklich ausschlaggebend und würde der Katze keine größeren Erfolge beim Überleben geben. Es sei denn, Katze hätte Ambitionen sich demnächst hangelnd von Baum zu Baum zu schwingen. Die Beweglichkeit der Vorderläufe nimmt zwar ab, aber durch das Fehlen der sperrigen Knochen kann der Brustkorb viel schmaler ausgebildet werden, sodass sich Katzen selbst durch engste Spalten und Öffnungen quetschen können.
Ganz richtig ist es allerdings nicht, dass Katzen kein Schlüsselbein haben, denn genauer genommen hat es sich auf einen in einen Muskel (Musculus cleidocephalicus) eingelagerten Knochen reduziert und steht nicht mehr mit dem Schulterblatt in gelenkiger Verbindung.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Nicht etwa dazu gedacht, das Liebesgebaren der Katzen um diese Nuance zu bereichern, bekräftigen die als Widerhaken wirkenden Hornpapillen an der Penisspitze des Katers den Paarungsreiz und sorgen dafür, dass Katze ihren Eisprung bekommt.
Näheres hierzu findet ihr unter dem Punkt: Ist es wahr, dass sich Löwen bis zu 50 mal am Tag paaren?
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Geparden haben im Ruhezustand eine Atem-Frequenz von 60 Zügen pro Minute. Während der Jagd kann diese bis auf das Zweieinhalbfache ansteigen. Ähnlich rasant ist der Puls des Geparden, der normalerweise bei 120 - 170 Schlägen pro Minute liegt. Wenn das der Ruhepuls ist, was ist dann erst im Laufen? Wenn der Gepard sprintet, steigt der Puls auf 200 - 250 Schläge pro Minute an, während sich die Körpertemperatur bei der Jagd auf bis zu 41°C erhöht.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Ich verweise der Einfachheit halber auf die Frage: "Ist es wahr, dass sich Löwen bis zu 50 mal am Tag paaren?", denn diese ist nicht allein Antwort auf diese hier sondern gibt Hinweise darauf, warum sich Löwen so oft nahekommen.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Wenn ich's wüsst', könnt' ich's euch sagen. Nein, im Ernst, die Aussagen über die Maximalgeschwindigkeit eines Geparden reichen von "schlappen" 90km/h bis hinauf zu wilden 120 km/h. Geläufiger sind Werte zwischen 110 und 115 km/h. Allerdings steht die Laufgeschwindigkeit in starker Abhängigkeit zum Geläuf, zur Konstitution des Tieres und nicht zuletzt zur Geschwindigkeit des Beutetieres. Nicht jeder laufende Gepard rennt automatisch Maximalgeschwindigkeit. Diese Geschwindigkeit kann jedoch nur über wenige hundert Meter aufrecht erhalten werden.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Vier Pfoten * fünf Zehen = 20 Krallen. Mathematisch korrekt, allerdings stimmt die Annahme der fünf Krallen pro Pfote nicht. Tatsächlich haben Katzen nur 18 Krallen, da die dem Daumen entsprechende Kralle an den Hinterläufen zurückgebildet ist. Während die "Daumenkralle" an den Vorderpfoten noch teilweise Verwendung findet um die gejagte Beute von den Läufen zu reißen (bei Geparden gut zu sehen), fand die hintere Daumenkralle keinen wirklichen Einsatz und ist, zurückgebildet, nur noch rudimentär vorhanden.
[Zurück] [Weitere Informationen zu diesem Thema]Schnurren ist eine Form der Kommunikation die in den meisten Fällen Ausdruck einer gewissen Zufriedenheit ist. Katzen schnurren, wenn sie als Kleintiere von der Mutter gesäugt werden. Sie schnurren auch, wenn sie sich Zuneigung und Friedfertigkeit entgegnen möchten.
Schnurren deutet in Ausnahmefällen auch auf massiven Stress hin. So kann man sich denken, dass das Schnurren in einem Veterinärs-Wartezimmer nur selten Ausdruck der Freude ist. Schnurren lässt sich ebenso in Situationen des Schmerzes beobachten, etwa bei Geburtswehen oder bei schweren Verletzungen, sogar in den Momenten kurz vor dem Tod. Man glaubt, das Schnurren hat in diesen Momenten eine beruhigende Wirkung auf das Tier.
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