Diese Seite ist all jenen zugedacht, für die eine gefleckte Katze zwangsläufig ein Leopard ist. Ich hoffe damit klarzustellen, dass nicht alle Flecken Flecken sind und das bei näherer Betrachtungsweise durchaus Unterschiede festzustellen sind. Genau genommen ist es auch gar nicht so schwierig, die (Groß)Katzenarten durch ihre typischen Fellzeichnungen zu unterscheiden.
Die Grundfarbe des Fells eines Geparden reicht von beige - zu rehbraun (abh. vom Lebensraum und Art), wobei das Bauchfell und die Innenseite der Beine immer etwas heller sind. Das Fell ist glatt und kurz, während die Flecken selber etwas flauschiger sind.
Die Flecken haben eine dunkelbraune - schwarze Färbung und sind klecks- oder tupfenförmig, sodass die Bezeichnung "Flecken" hier zutrifft. Die dichten, unterschiedlich großen Flecken formen sich ab Mitte des Schwanzes zum Ende hin zu Ringen, zudem ist das Schwanzende schwarz mit einer weißen Spitze, flauschigen Fells (Bitte schaut euch dazu auch in den Galerie-Seiten um, sonst erkläre ich mich hier zu Tode). Sucht man aber das Erkennungsmerkmal eines Geparden, muss man ihm wohl in das Gesicht schauen. Denn hier hat der Gepard unverwechselbare, schwarze "Tränen"-Streifen, die sich vom äußeren Augenwinkel, über die Wangen, bishin zu den Mundwinkeln erstrecken. (Muss man halt sehen!) Das gibt dem Geparden sein etwas trauriges Aussehen, nur machen ihn diese Markierungen für mich noch schöner, weil dadurch seine wundervoll grossen und braunen Augen zum Verlieben aussehen. So sieht's also aus. Nur wie ist es bei Königsgeparden...? (siehe unten: Abweichende Fellzeichnungen von Großkatzen).
Die Grundfarbe des Fells eines Leoparden reicht von strohgelb, zu rehbraun - ocker (stark regional abh.), wobei auch hier Bauchfell, Beininnenseiten, Hals und Teile des Gesichtes weiß sind oder zumindest heller gefärbt sind als der Rest. Je nach Region variiert die Fellhaarlänge. Die "Flecken" des Leoparden zeigen eine dunkelbraune - schwarze Färbung und sind eher ringförmig, sodass man hier von Rosetten spricht. Diese Rosetten sind vergleichsweise kleiner als die des Jaguars und haben in der Mitte einen hellbraunen Farbfleck. Während die Rosetten eher am Rücken, an Beinen und an den Flanken des Tieres zu finden sind, ist der übrige Teil mit gepardenähnlichen Tupfen besetzt. Der Vollständigkeit halber soll erwähnt werden, dass die Leopardenschwanzspitze auf der Unterseite weiß ist.
Jaja, ich weiß... und was ist mit den Panthern? Auch hier verweise ich auf Abnorme Fellzeichnungen.
Die Grundfarbe des Fells des Jaguars reicht von gelb bis braun (stimmt, ist regionalbedingt), wobei Bauchfell, Beininnenseiten, Hals und Teile des Gesichtes weiss sind oder zumindest heller gefärbt sind als der Rest. Die "Flecken" des Jaguars zeigen eine dunkelbraune - schwarze Färbung und sind eher ringförmig, sodass man hier auch von Rosetten spricht. Diese Rosetten sind vergleichsweise größer als die leopardigen und haben ebenfalls in der Mitte einen hellbraunen Farbfleck. Während die Rosetten eher am Rücken, an Beinen und an den Flanken des Tieres zu finden sind, ist der übrige Teil halben Ringen oder mit gepardenähnlichen Tupfen besetzt. Im Gesicht haben Jaguare im Bereich der Schnurrhaare beidseitig einen auffälligen, grossen schwarzen Fleck. Hmmm... nicht schon wieder! Ihr habt ja recht, es gibt schwarze Jaguare. Siehe: Abnormale Fellzeichnungen.
Die Grundfarbe des Fells eines Tigers reicht von strohigem Gelb, über ein gelbliches Orange, bishin zu einem dunklen Ocker (abh. von Unterart und Lebensraum), wobei mal wieder Brustfell, Hals, Beininnenseiten und Teile des Gesichtes weiß oder creme-weiß ausfallen können - mal mehr, mal weniger. Natürlich unterscheidet sich auch die Fellhaarlänge und -Dichte einzelner Tiere, bedingt durch ihre Art und Region in der sie leben. Auffälligstes Tigermerkmal sind wohl seine Streifen, die von braun, graubraun, dunkelbraun bishin zu schwarz gefärbt sein können. Außerdem unterscheiden sich bei den verschiedenen Unterarten Anzahl, Färbung und Abstände der Streifen. Auch sollen diese Unterschiede innerhalb eines Tieres auftreten - von Seite zu Seite verschieden eben (Habe ich aber selbst noch nicht gesehen).
Ausnahmen sind scheinbar auch des Tigers Stärke, sodass ich wiederum auf die Abnormalen Fellzeichnungen von Großkatzen verweisen möchte, wo es Informationen zu leukistischen und melanistischen Tigern und zu Tabbies gibt.
Es stimmt schon, viel zu Sagen gibt es an dieser Stelle wirklich nicht und da Bilder oftmals auch mehr auszusagen vermögen, als man das vielleicht mit Worten tun könnte, lehnt man sich zuerst einmal in Ruhe zurück, lässt die Flecken auf sich wirken und sollte wenigstens die Geparden von den Leoparden unterscheiden können. Dass der Unterschied zwischen einem Leoparden und dem Jaguar nicht immer gleich ersichtlich ist mag zwar stimmen, nur kann man da ja auch noch den Körperbau zu Rate ziehen. Vieles lässt sich hier auch mit Logik machen, denn wenn der "Leopard" plötzlich mit 110km/h einer Gazelle hinterherstürzt, war es vielleicht doch keiner.
| Gepardenflecken: | Die einzig wirklichen Flecken - gepardig. |
| Jaguarkringel: | Große, dunkel "ausgemalte" Rosetten - jaguarig. |
| Leopardenkringel: | Kleinere, nicht durchweg "ausgefüllte" Rosetten - leopardig |
| Tigerstreifen: | Streifen... jedoch kein Zebra - tigrig. |
| Dunkelflecken: | Schwarzkatz' mit kaum sichtbaren Rosetten - nach wie vor leopardig. |
| Tigerstreifen: | Streifen auf weissem Grund... immer noch kein Zebra - tigrig. |







