Kidogo Gepard
Geschichten aus dem Drachenland
Tja ha, so ist das mit den Katzen. Neben all ihrer Egozentrik im Wesen, haben sie nun mal auch einen gewissen Hang zur Selbstdarstellung, sodass Kater hier in einigen Episoden aus seinem Leben erzählt. Für alle die nicht wirklich wissen was das soll, schauen sich im Drachenland um und werden die Erleuchtung sicher bald bekommen.
- Aus dem Leben - Schlammbad
Mit wildem Körpereinsatz und lautstarkem Geplapper wollte er mir wohl sagen, dass ich mich in dieses Schlammloch legen sollte, während sein seltsames, verheißungsvolles Grinsen diesen Eindruck noch zu bestätigen schien. Ich legte den Kopf zur Seite und schaute den Troll distinguiert an, schnupperte an der ekelhaft schmutzigen Brühe – tatsächlich Schlamm – schaute wieder zurück zu ihm und gerade im Begriff zu gehen umfassten mich seine riesigen Hände und versuchten mich in den Schlamm zu stopfen, während ich mich fauchend noch so eben am Rand des Loches abstützen und entgegen drücken konnte... [Weiter]
- Der Drachen und ich
Schneller Pfote lief ich in den Silberwald, rief meinen getreuen Gefährten an meine Seite. Mit kampfeslustiger Miene bestärkten wir uns in unserem Vorhaben, kehrten aber zuvor bei Cedrik ein, um uns dort ein paar seiner 'Mut-Elixiere' zu genehmigen. Kaum die Taverne verlassen, stand uns der Drachen gegenüber. Dieser erklärte uns in einer kurzen, äußerst anschaulichen Zusammenfassung, was er mit uns jetzt anstellen würde, denn im Moment stünde er unter Termindruck und könne nicht warten, bis wir selbst den Weg in die Höhle fänden. Das sahen wir ein wenig anders, er aber nicht und so verpasste er mir die perfekte Schelle und noch ehe mein Gefährte, der Eiswolf, seinen tödlichen Griff... [Weiter]
- Teeeeddy
So trottete ich extrem gemütlich umher, sehr wohl bewusst um die Wirkung meiner Flecken im hellen Lichte der Sonne, mit erhobenem Haupte und aristokratischem Blick, den Schweif im Rhythmus der Schritte wiegend. Hin und wieder galt mein Lächeln manch holdem Weibchen, bis zu jenem "ergreifenden" Moment, da mich etwas mit einem beherzten Griff am Schwanz packte und mir lautstark und quietschend ein lang gezogenes "Teeeeddy" entgegen rief... [Weiter]
- Zu viel Ale
Genug vom befremdlichen Schauspiel dieses Ortes und in leiser Hoffnung, dass mir das kleine Mädchen nicht wieder über den Weg laufen würde, sprang ich auf und gerade im Begriff, nach draußen zu verschwinden, stellte sich mir der übergewichtige und ungepflegte Besitzer des Etablissements entgegen, sprach wirr auf mich ein. Kein Zweifel daran, dass er mich meinte, denn sein ale-durchtränkter Atem hinterließ eine beinahe sichtbare Fährte direkt bis an meine Nase. Ich schüttelte mich, kräuselte die Nase, während Cedrik mir etwas von einem Problem und irgendeinem Keller erzählte und mich eindringlich daran erinnerte, dass er mir vor etlichen Monden auch mal einen Gefallen getan hatte, indem er in meinem Namen eine Nachricht an das Nachrichtenbrett gesetzt hat und er nun eine Gegenleistung von mir einfordert... [Weiter]
- Alles Meins
Was mir bei alle dem aber mal so richtig auf den *zensiert* geht, sind manche Waldbewohner, die mit fortschreitendem Regen ein Ende der territorialen Prohibition sehen, ungeniert in meinen Gefilden zu wildern beginnen, während die Gebietsgrenzen besonders großzügig, beinahe verschwommen ausgelegt werden und mancher sich im Anflug von Leichtsinnigkeit im Rechte wähnt, des Parden Revierlichkeiten zu annektieren... [Weiter]
- Sex and the Kitty
Quittiert von einem leisen Fauchen erhebt er sich und steigt langsam über sie, drückt seine Vorderpfoten an ihre Seite, als ob er sie auf diese Weise festhalten wolle. Er beugt seinen Kopf herunter zu ihrem und drückt sich an sie, schleckt ihr sacht über die Wange und schnurrt ihr beruhigend ins Ohr, während er sich ihr auch von der anderen Seite nähert. Mit den Vorderpfoten enger noch an ihre Flanken gedrückt... [Weiter]