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Kreuzungen verschiedenartiger Katzen

Waren manche der abweichend vorkommenden Fellfärbungen verschiedener Katzenarten schon kurios, setzen wir mit noch einen drauf - Hybride, entstanden durch Kreuzungen zweier Individuen verschiedener Art. Wenn man also von Großkatzen spricht, denkt man an Kombinationen aus Tigern und Löwen oder sogar Löwen und Leoparden. Das zweifelhafte Ergebnis wären seltene Liger, noch seltenere Tigons und derzeit wahrscheinlich nicht existente Leopons.

Liger und Tigons sind im Normalfall kein natürlich auftretendes Phänomen, da sich Lebensräume von Tiger und Löwe eigentlich nur im indischen Gir Forrest überschneiden. Bedenkt man die wenigen hundert asiatische Löwen dort, ist die Wahrscheinlichkeit recht gering. Kurzum: Diese Tier sind allenfalls Zoo- oder Zirkusattraktionen und auch genau hier entstanden. Bedingt durch die Seltenheit dieser Tiere, sind Informationen sowie Bildmaterial etwas rar, sodass zum Leopon kaum Informationen zu finden waren. Ähnlich den abweichenden Fellfärbungen, muss man auch hier unbedingt ein gewisses Maß an Skepsis wahren, da die Echtheit mancher Bilder nicht belegbar ist und genau so gut der Phantasie eines Graphikers entsprungen sein könnten.

Wann spricht man nun vom Liger und wann ist es ein Tigon? Unschwer zu erkennen, setzt sich der Name aus Teilen des "Lion" und des "Tigers" zusammen, wobei der erste Teil im Namen immer die Art des Vaters angibt, dann folgt der Namensteil des weiblichen Elterntieres

Tigon
Tigon - © 2009-08-18 17:16:14 Jerry Tillery
 

Erwartungsgemäß weisen Mischlinge phänotypische und genotypische Merkmale beider Elternteile auf, wobei die Löwenanteile überwiegen, ganz gleich ob Tigon oder Liger. Beide haben vergleichbar helle Tigerstreifen auf der löwentypischen Fellgrundfarbe. Männliche Tiere besitzen sogar eine Mähne, die aber nicht die Ausprägung derer normaler Löwen hat (siehe auch: Der Löwe). Tigons und Liger verfügen zudem über den "Sprachschatz" beider Eltertiere - Brüllen wie ein Löwe, Chuffen wie ein Tiger. Auch bricht das Erbe des Tigers bricht durch, wenn es um das Schwimmen geht. Der auffälligste Unterschied beider ist die Größe, denn Liger werden im Normalfall größer als sibirische Tiger und sind somit größer als jede andere Großkatze. Schnell werden die 500kg Körpergewicht erreicht. Interessanterweise werden Tigons nicht annähernd so groß, letztlich sind sie sogar kleiner als die kleinste Tigerunterart(siehe auch: Der Tiger und Größenverhältnisse).

Allerdings sind Löwen und Tiger in genetischer Hinsicht zu weit von einander entfernt, wodurch hybride Nachkommen steril sind, was in erster Linie auf die männlichen Tiere zutrifft, denn es wurden Fälle gemeldet, da steril geglaubte Weibchen Junge bekamen. Zudem wurden bei solchen Tieren gehäuft Verhaltensstörungen festgestellt, was letztlich zur Frage drängt, warum man artfremde Tiere in einem Gehege hält bzw. es zulässt, dass sich verschiedener Arten Wege kreuzen.

Liger
Liger - © 2007-02-19 17:09:37 Hkandy
 

Ein früher Grund waren Experimente im 19Jahrhundert, als man sich mit einfacher Vererbungslehre auseinandergesetzt hat. Nur hat man irgendwann gemerkt, dass die Tiere für gewöhnlich steril sind und hat die Sache so nicht mehr weiterverfolgt, zudem wurde das Verbot von solchen Experimenten ausgesprochen. Bis vor kurzem gab es noch Experimente in Zoos, aber auch hier hatte man ein Einsehen und hat solche Züchtungen eingestellt und als eine Art von Tiermissbrauch verurteilt.
Ein viel einleuchtender Beweggrund ist das Schaffen einer Hauptattraktion für Zoos und Zirkusse, da die Seltenheit und Ungewöhnlichkeit des Tieres wohl mehr Zuschauer und Besucher verheißt. Dass man hierbei Verhaltensstörungen der Tiere bewusst einkalkulierte, verriet das außerordentliche Interesse am Tier.
Hybride wurden gezielt gezüchtet, um die Gesetzgebung zu hintergehen, denn Gesetze untersagten zwar den Handel und Besitz von Tigern und Löwen, Hybride beider Arten fanden jedoch keine Erwähnung. Auf dass jeder seine große Schmusekatze für den heimischen Garten bekommt.

Leopon
 

Letztlich kann man die Züchtung dieser Tiere lediglich verurteilen, da ihre bloße Existenz der direkte Widerspruch dessen verkörpert, was im Interesse des Tieres stehen kann. Alle Bemühung der Züchtung entspringt nicht mehr dem Vernunft-Gedanken der Arterhaltung, auch dienen diese Tiere nicht dazu, dem Menschen einen näheren Bezug zum Tier zu geben.

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