Seite zu groß?
 Der Gepard hat gemeint, diese Seite sei zu groß, um noch sinnvoll auf einem Endgerät dieser Größe dargestellt zu werden. Und nun?

Sex and the Kitty

...und dann gibt es auch Tage, da weiß man so gar nichts mit sich anzufangen. Ich meine genau solche, an denen man nicht mal Lust aufs Fressen hat, weil einem selbst der Gedanke an die ewige Jägerei schon zu anstrengend ist. Tage, an denen man keinen Antrieb zu irgendetwas findet, bei aller Bewegungsunlust aber immer noch zu viel Enthusiasmus übrig hat, als dass man den Tag einfach schlafender Dings hinter sich lassen könnte. Was also tun, wenn einem der Sinn nach Ablenkung steht, obwohl man eigentlich gar keine Lust hat?

Nun... Im Prinzip gibt es da schon eine Reihe an Dingen, die man selbst mit wenig Motivation tun kann, denn oftmals kommt der Appetit beim Essen und macht Lust auf die Nachspeise. Zum Beispiel könnte man... also es wäre denkbar, dass... na schön, es gibt da also eine Sache, die man selbst an solchen Tagen mit Leidenschaft angehen würde. Doch genau hier baut sich eine unumgehbare Zwickmühle auf.
Fürwahr, weit wäre es nun nicht und die zwei Treppen hinauf zu Cedrik's sind wahrlich keine Herausforderung, aber seit das leicht zu bekommende Menschenweibchen in zunehmendem Maße den Umgang mit sämtlichen Bauernkindern der Umgebung pflegt, ging ihr offenbar das Empfinden für einen erfüllten Abend verloren. Sicher kann man diese unerfahrenen Grünschnäbel leichter, um nicht zu sagen schneller, zufrieden stellen. Nur kann doch der Gewohnheit Konsequenz nicht plötzlich lauten, dass auch ich mich fortan mit uninspirierter Mittelmäßigkeit begnügen muss, geschweige denn mit Weniger abfinden werde, als meine Pfote Krallen hat. Mal ehrlich...

Siehe da, wir machen Fortschritte. Denn das Nachdenken bringt mich an den Punkt, dass ich nun eine sehr konkrete, bildhafte Vorstellung von dem habe, was ich jetzt gern tun würde. Es scheint, als bekäme der gehaltlose Tag eine unerwartete Wendung. Nur beinahe, denn nun da wir wissen nach welch Beschäftigung es gelüstet, steht noch immer die Frage im Raum, wer die Glückliche sein darf. Ließe man in seinen Überlegungen Cedriks unmotivierte Angestellte außen vor, so führte einem der Gedanke automatisch zu Wesen seines Gleichen.

Nichts lieber als das, denn kaum ein anderer Gedanke verspricht mehr Erfüllung, als das Bild der Zweisamkeit mit einer schönen Wilden. Immerhin meint es das Schicksal gar nicht mal schlecht, bedenkt man die neuerlich so zahlreich zugewanderten Samtpfoten in den Städten und Dörfern dieser Welt. Ich würde vermutlich das letzte Bisschen an Glaubwürdigkeit verlieren wenn ich zu leugnen versuchte, dass so manche der felinen Vierpfoter den Geparden allein beim bloßen Anblick so richtig auf Betriebstemperatur bringen, von ihrem provozierenden Duft ganz zu schweigen. Aber da wir nun einmal vom wirklichen Leben sprechen, kann man sich der Tatsache gewiss sein, dass die ganze Geschichte einen oder zwei Haken hat.
Bevor all das nämlich zu einfach wird, muss man die Hälfte aller in Frage kommenden Weibchen aus den eigenen Träumen nehmen, da sie bereits in festen Pfötchen sind und auch nicht gewillt scheinen dies zu ändern. Eingeengt durch mancherlei physikalische Gesetzmäßigkeit kommt ein anderer, nicht unbeträchtlicher Teil der Mädels nur schwerlich in Frage *räuspert sich*, sodass nur noch der kleine Teil der dritten Sorte Weibchen verbleibt.

Letztere gehören zu einer sehr speziellen Gruppe von Katzen, die durchaus das Wagnis der Partnerschaft eingehen würden, dies aber an eine Reihe von Bedingungen knüpfen. Hat man - so wie ich jetzt - ein wirkliches Verlangen nach 'sozialer Kommunikation', stehen die Chancen also richtig gut, seinen immerwährend quälenden Bedürfnissen Befriedigung zu verschaffen. Jedoch muss damit gerechnet werden, dass die Auserwählte einen Kontrahenten ins Rennen schickt. Ein Problem ist das noch nicht, denn wenn es die Kleine in schnurrige Stimmung bringt, während sich zwei stattliche Männchen um sie prügeln, soll sie ihre Testosteron-Vorführung bekommen. Wir haben ja alle unsere Neigungen. Der entscheidende Punkt ist, dass unser entzücktes Fräulein weniger den maskulineren der beiden Haudegen für den feurigen Moment als vielmehr den Vater ihrer zukünftigen Kinder sucht.

Aber... Aber... mal langsam, Kleines. Es sagt ja keiner etwas gegen das Jungtiermachen, aber ist das Jungtiergroßziehen nicht doch ein wenig zu viel der Verantwortung für ein paar Stunden der uneingeschränkten Wildheit? Ich meine, ich habe genug Futter für drei Ziegen. Da wäre es doch geradezu verwerflich, ja wider meine Natur mich jetzt allein auf eine zu beschränken, nur der Einen glückliche Momente zu schenken. Warum sonst hätte mich der Schöpfer mit derlei Kondition bedenken sollen? Ist es aus dieser Sicht nicht geradezu meine Pflicht, Verkünder der Glückseligkeit zu sein, zu geben wo ich nur kann und die Sache mit Heim und Herd(e) auf einen Zeitpunkt zu verschieben, da ich körperlich nicht mehr ganz auf der Höhe bin?

Nein! Na vielleicht schon, aber wer jetzt auf die Idee kommt, diese 'Argumentation' als Rechtfertigung seiner polygamen Neigungen herzunehmen, der soll gewarnt sein, da Schmerzen garantiert sind. Nun weiß ich nicht, wie die Reaktion der Entrüstung bei Zweibeiner-Weibchen ausschauen mag, aber im Beisein von Katzen bekommt man für derlei Wortgut eine um die Ohren, allein der Arroganz wegen. Man bekommt eine Zweite für den Chauvinismus und die dritte Tatze gibt es, weil man ein Männchen ist und diese augenscheinlich alle gleich sind.

Prima, prima. Erst mit Schlägen anheizen und dann sitzen lassen...

***

Wenn nun jemand fragte, ob all das Nachdenken den Kater in irgendeiner Form weiterbringen würde, so könnte man das reuelos mit 'Nein' beantworten, denn das Katzentier liegt nach wie vor auf dem Zeltplatz bei Ishaldren herum, während er ins Nichts starrt.

In seinem kaum wahrgenommenen Bild der Verträumtheit tapst plötzlich eine Katze über den Platz, tut das aber derart langsam und darstellend, dass sie selbst der weltentrückte Kater bemerken muss. Er hebt seinen Kopf und schaut der Katze nach, die in ihrem Gang zu einem der Zelte immer wieder über ihre Schulter schaut, den Blick zu ihm sucht und beinahe herausfordernd den Schweif reckt, katzige Einblicke gewährt. Das Fleckentier schaut ihr fasziniert nach, beobachtet sie dabei, wie sie ihm zuzwinkert und letztlich in einem der Zelte verschwindet.

Von Neugier geplagt und Gelüsten gepackt erhebt er sich, geht langsamen Schrittes auf das Zelt zu, schnuppert an verschiedensten Stellen des Weges entlang, denn er kann schon von weitem die geruchliche Fährte der Katze lesen. Kurz vor dem Zelt bleibt der Kater stehen und scheint darüber nachzudenken, ob das strategisch so furchtbar geschickt wäre, fremde Zelte zu betreten. Ohne eine wirkliche Antwort seiner Gedanken abzuwarten, streckt er duftgeleitet den Kopf durch die Eingangsöffnung der mobilen Behausung und schaut sich um.

Viel lässt sich in diesem Zelt nicht ausmachen, weder fremde Zeltbewohner noch irgendwelche Gegenstände von besonderem Interesse. Einzig Auffälliges ist ein weicher Bodenbelag und darauf gebettet die freizügig posierende Katzendame inmitten der Unterkunft. Der Kater schließt die Augen und atmet tief ein, nimmt dabei den vereinnahmenden Duft der Katze auf, während sein Puls steigt. Vermutlich weiß er selbst nicht, wie lange er regungslos zwischen Zeltaußen- und Innenseite verharrte und die intimsten Geheimnisse der Katze las, bevor er sich endgültig in das Zelt begibt. Aufmerksam verfolgt er die Bewegungen der Schönen, die sich ungeduldig vor ihm auf den Rücken rollt, um kurz darauf in eine sphinxgleiche Stellung über zu gehen.

Bei diesem Anblick der Verführung hat der Gepard sichtlich Mühe, die Tropfen der Erwartung von den Lefzen fernzuhalten. Er zögert nicht lang und drückt seine Nase unter ihren Schwanz, schleckt unter der Katze entlang, begleitet von wohligem Schnurren beider Tiere. Nach einigen der privaten Berührungen hebt Kater seinen Kopf und leckt sich gierig über die Lippen, bis er seine Nase wieder in fremde Angelegenheiten steckt, weiter von der Katze probiert. Als Beobachter kann man in diesem Moment wohl nur erahnen, welche Empfindungen eine raue Katzenzunge an manchen Flecken hervorrufen würde. Das gequälte, begierige Maunzen der Kleinen verrät allerdings, dass das Schlecken seine Wirkung nicht verfehlt.

Voller Ungeduld bricht die Katze die beinahe folternde Behandlung ab und versetzt dem Kater einen Hieb mit der Krallentatze und macht ihm überaus deutlich, dass sie nicht warten will. Quittiert von einem leisen Fauchen erhebt er sich und steigt langsam über sie, drückt seine Vorderpfoten an ihre Seite, als ob er sie auf diese Weise festhalten wolle. Er beugt seinen Kopf herunter zu ihrem und drückt sich an sie, schleckt ihr sacht über die Wange und schnurrt ihr beruhigend ins Ohr, während er sich ihr auch von der anderen Seite nähert. Mit den Vorderpfoten enger noch an ihre Flanken gedrückt, berührt er die Katze vorsichtig, beobachtet aufmerksam ihre Reaktionen, denn Frau Katze ist offenbar nicht ganz so groß wie beide dachten.

Der Gepard schüttelt nach einem Moment den Kopf und weicht ein Stück zurück, als er merkt, dass das so nicht gut ist. Beruhigend schleckt er ihren Nachen und Hinterkopf, flüstert ihr sanfte Dinge zu, als er den festen Griff um ihre Seiten lockert. Kurz bevor sich der Kater erheben will, drückt die Kleine ihre Krallen in den Boden, faucht auf und drückt fest an ihn...

Ein heißeres Fauchen erstreckt sich über den Zeltplatz...

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