Seite zu groß?
 Der Gepard hat gemeint, diese Seite sei zu groß, um noch sinnvoll auf einem Endgerät dieser Größe dargestellt zu werden. Und nun?

Der Mond

Und hoch oben der Mond - sein Blick des Lichtes ganz verhüllt von nächt'gen Wolken. Keine gewillt zu gehen, keine ängstlich genug sich von des leisen Windes Grollen vertrieben zu lassen, keine mutig genug sich aus der Wolkengruppen Zwänge zu befreien, freizugeben den getreuen Wächter, dem doch so wichtigen Nachtlicht der noch wachen Wesen.

Und tief drunten ein Kater - kaum kenntlich dieser in mürrischer Dämmerung. Nur zu ahnen ist's der Pfoten Richtung, nicht mehr Augen, kaum mehr Ohren weisen den Weg, nicht einmal der stille, meist einz'ge Begleiter hoch oben an seiner Seite. Den rechten Pfad allein er nur mehr wähnt durch vager Düfte Inspiration. Wahrlich wenig ist's - kaum genug um fort zu gehen und doch zu viel als dass der Stillstand rechtens wär. Setzt zögerlich nur einen Schritt dem andern nach, gleich eines Felsens schwerer Lasten geknechtet durch des Parden Tatzen die ihm ergebenen Zweige bersten, ganz gleich wie sanft, wie überlegt er weiche Ballen niedersetzt. Unerfüllbar der Wunsch bar jeglich Lautes der Weiten Dunkel ungeleitet zu durchschreiten, unmenschlich die Bürde zu entscheiden welches Astes Sicherheit des andern Astes Unheil sei.

Und hoch oben der Mond - sein Blick des Lichtes noch immer verleugnet ist von dunkelnd Wolken Übermacht, nicht Licht noch Wind geeinter Kräften hindurch zu dringen fähig sind.

Und tief drunten der Kater - kaum kenntlich dieser in mürrischer Dämmerung, geht weiter seiner Richtung Lauf. Den Untergrund so sacht ertastet, so sehr bemüht um jeden Zweig der Kater auch in Rechnung nimmt, die glatte Baumeswurzel zum Stand zu erwählen. Nur wenig sind es der Sicheren welchen. Nur all zu oft zu Fall gebracht liegt er darnieder, tief am Boden der Zweige gleich die er noch eben bewahren wollt. Nicht jene Wurzel oder Zweige ihn erheben, allein der Stolz zum Fortgang mahnt, gleichwohl die stechend schmerzend Pfote ihn noch unbeholfener macht.

Und hoch oben der Mond - sein Blick des Lichtes noch immer verleugnet ist von dunkelnd Wolken Übermacht.

Und tief drunten der Kater - kaum kenntlich dieser in mürrischer Dämmerung, lahmt weiter seiner Richtung Lauf. Unwägbar ob der fehlend Sichten, einer Unterwerfung gleich, zwängt tief und tiefer noch geduckt sich durch der stachelnd Sträucher Wände. Geknechtet nun wie einst die Äste, schiebt kläglich jammernd, ungehört sich dicht gedrängt am Boden entlang. Die Krallen tief versenkt in zweigbesetzter Erden zieht er sich durch die Dornen fort. Ein jede ihm zur Strafe ist für Taten die er nie gewollt, ein jede ihm Entstellung wird für seines Daseins übriger Tage, ein jede ihm zu Leiden wird bis er des Lebens müde ist.

Und hoch oben der Mond - sein Blick des Lichtes gänzlich frei von Groll und Missgunst, gleichwohl ihm durch der Sonne funkelnd Wesen seit jeher nur die Nacht verbleibt. Kaum mehr jemand auf den Beinen, um sich seiner zu besinnen, nicht einmal der Kater den Blick gericht' gen Himmel, um das sachte Lächeln der sanften Strahlen zu erwidern.

Denn tief drunten der Kater - rot gezeichnet, schleppt weiter sich seiner Richtung Lauf. Sacht erhellt gewesen nun der Weg bis hin zum Felsgestein, kein Hindernis das ungesehen verbleibt, nur ein paar Schritte hin zum Ziel, dass ihm der Mond zum End hin weist - der Vorsprung dort am Waldesrand. Die Pfoten abgrundnah gestellt, in letzter Würden Positur entrichtet ist der Blick der Dankbarkeit hinauf zum stets so treuen Freund... bevor er weitergehen kann.

"Nicht doch, Kater... Genieße einfach nur die Aussicht, nur die Aussicht."

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Ich freue mich immer über Leser, die durch nützliche und konstruktive Beiträge zum Thema eine Diskussion anstoßen oder den Artikel mit weiteren Informationen anreichern. Alle Kommentare werden in diesem Sinne moderiert und auch erst nach Prüfung freigeben. Vielen Dank!

Weitere Informationen

 

Verwandte Themen

Das könnte Dich interessieren:

Themenverwandte Artikel:

 
Nach oben bewegen
Nach unten bewegen
 

Copyright 2000-2018 - Kidogo Gepard

This page uses valid CSSExterner Verweis in a XHTML 1.0 StrictExterner Verweis document type.
Page generation time: 0.0398 Seconds (25 Queries)

 
 

Die Datenbank wird durchsucht...

Die Datenbank wird durchsucht...